Neubau Johannes Gutenberg Schule, Dresden

Neubau Johannes Gutenberg Schule, Dresden

Ausloberin: Landeshauptstadt Dresden
Aufgabe: Neubau einer dreizügigen Oberschule mit 2-Feld-Sporthalle
Standort: Bühlerstraße, 01069 Dresden
Nutzung: Schule, Sporthalle
Verfahren: nichtoffener, einphasiger, interdisziplinärer Realisierungswettbewerb
Ergebnis: 3. Platz
Fachplaner*innen: Helber+Ruff_Beratende Ingenieure PartG mbB, CAPE/CLIMATE ARCHITEKTURE PHYSICS ENERGY
Bearbeitungszeitraum: 01/2023
Visualisierung: Kubus360

Aufgabe & Ausgangslage Auf der innerstädtisch gelegenen Cockerwiese, welche sich an der Blüherstraße in Dresden befindet, ist ein Neubau für die 101. Oberschule „Johannes Gutenberg“ geplant, der eine dreizügige Oberschule mit ca. 4.120 m² NUF 1‐7, eine 2‐Feld‐Sporthalle mit 1.440 m² NUF 1‐7, Sport‐ und Freianlagen (ca. 3.480 m²) sowie die Herstellung öffentlicher Geh‐ und Radwege umfasst.
In dem Schulkomplex sollen 532 Schüler*innen, verteilt auf 19 Klassen, von ca. 50 Lehrkräften unterrichtet werden. Das Profil der Schule, das sich mit den Schlagwörtern „Handwerk und Industriedesign“ beschreiben lässt, soll durch die Gebäudekonzeption nach außen geschärft werden; das Gebäude selbst soll in Kommunikation mit dem Stadtraum treten und als Teil von diesem erlebbar sein.

Städtebau Das Gebiet befindet sich in präsenter Lage, neben den Kulturdenkmälern „großer Garten“ und „Blüherpark“, sowie einigen denkmalgeschützten Bauten, wie dem Deutschen Hygiene-Museum. Die Heterogenität des Stadtteils erfordert nicht nur die Auseinandersetzung mit den Bestandsbauten, sowie den weitläufigen Grünflächen, sondern auch mit der Entwicklung des städtebaulichen Quartiers in naher Zukunft.
Die neue Schule spielt hierbei als Bindeglied zwischen gewachsener, historischer Struktur und unbebauter Grünfläche eine wichtige Rolle. Sie tritt als selbstbewusster, kompakter Baukörper in Erscheinung und fügt sich mit der Baumasse in die großmaßstäbliche Bebauung ein. Gleichzeitig stahlt die Schule durch ihr spezifisches Erscheinungsbild Selbstständigkeit und Identität aus.
Die Positionierung auf dem Baufeld schafft eine klare städtebauliche Kante zur Blüherstraße und berücksichtigt dennoch die zukünftige Entstehung des Wohnquartiers. Der Pausenhof mit Sport- und Grünflächen spannt sich dabei zwischen Schulbau und Wohnbebauung auf. Der Baumbestand kann somit vollständig erhalten und nach Osten erweitert werden.

innere Organisation Die Adressbildung erfolgt von der Blüherstraße aus. Der begrünte Vorplatz wird als Achse durch das Gebäude zum Pausenhof und den Sportflächen fortgeführt. Die Erdgeschosszone dient als öffentlicher Bereich und lässt sich im Bereich des Foyers als Mensa oder Veranstaltungsbereich beliebig erweitern. Über eine zentrale Treppe im lichtdurchfluteten Atrium, wird die schnelle Orientierung im Schulgebäude ermöglicht. Für die barrierefreie Erschließung aller Geschosse ist ein Aufzug an zentraler Stelle vorgesehen.
Die Anordnung der Fach- und Gruppenräume auf einer Ebene geben eine schnelle Übersicht über die funktionale Raumstruktur. Dabei werden Wegebeziehungen zu Lern- und Aufenthaltsbereichen nutzbar eingefügt und an die beiden Lufträume angegliedert. Diese lassen interessante Blickbeziehungen innerhalb der Geschosse zu. Die Erschließungsflächen werden zu den Clustern hin aufgeweitet und so werden die Synergien der verschiedenen Profilfächer gefördert.
Um eine hohe und gleichwertige Qualität der Klassenzimmer zu erreichen, reihen sich diese auf dem obersten Geschoss aneinander. Die großzügige Raumhöhe, sowie die Belichtung durch die nordausgerichteten Sheddächer lassen ein neues Raumgefühl entstehen. Flexible Raumtrennungen generieren unterschiedlich große Bereiche. Diese können von den Schülern als Schutz- und Rückzugsorte aber auch als Lern- und Arbeitsräume genutzt werden. somit vollständig erhalten und nach Osten erweitert werden.

Auszug aus dem Preisgericht ⁠Die Arbeit realisiert das gesamte Raumprogramm in einem einzigen Baukörper. Dieser bildet in seiner kompakten Grundform und mit dem prägnanten Sheddach eine städtebauliche Setzung als von der Freifläche umspielten Solitär. Das Dach erinnert an die Ausrichtung der Schule für Handwerk und Industriedesign.⁠
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Aus pädagogischer Sicht ist die Organisation und Kompaktheit der Grundrissgestaltung sehr gut nutzbar.⁠

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